Feierliche Eröffnung des ersten Bauabschnitts der Papiermühle Zwönitz

Am 10. Juli 2020 wurde feierlich der erste Bauabschnitt des technischen Museums Papiermühle Zwönitz übergeben. Die Sanierung und Umgestaltung umfasste den Hauptgebäudeteil mit dem mehrgeschossigen Ausstellungsbereich und den rückwertig anschließenden Wassergraben mit Wasserrad. Vor der Umsetzung wurden die musealen Inhalte und Präsentationsmittel von der KEM GmbH in Zusammenarbeit mit der Agentur Ö-Grafik in einer ersten Sanierungsstudie entwickelt. Die KEM GmbH hat des Weiteren die Planung des Hochbaus, Innenausbaus, musealen Ausbaus und die Neugestaltung der Freianlagen durchgeführt.

Außenansicht
Quelle: Stadt Zwönitz

Die Mühle, welche zur Herstellung von Papier und Pappe eingesetzt wurde, zählt mit zu den bedeutendsten Industriedenkmälern der Region und bringt dem Besucher die traditionelle Herstellung nah. Ein Großteil der technischen Geräte ist auch heute noch voll funktionstüchtig und kann vorgeführt werden. Da der Museumsbetrieb während des Baus fortgeführt werden sollte, war eine bauabschnittsweise Nutzung notwendig, die unter Berücksichtigung des Baukörpers und inhaltlicher Aspekte realisiert wurde.

Eine Sanierung war aufgrund des Alters des Gebäudes unumgänglich. Insgesamt nahmen Planung und Bau etwa fünf Jahre in Anspruch. Die Ostfassade der Papiermühle musste aufgrund von enormen Schäden komplett erneuert werden. Des Weiteren wurden zwei neue Räume geschaffen, in denen zukünftig Wechselausstellungen stattfinden können.

Blick in die interaktive gestaltete Ausstellung im Innenbereich
Quelle: KEM GmbH

Die Ausstellung der Papiermühle wurde modern ausgestaltet und bietet den Besuchern neben zahlreichen Möglichkeiten zum interaktiven Entdecken auch die Option, das Gebäude selbstständig, mit angebotenen Führungen oder auch mittels Smartphone zu erkunden. Für diesen elektronischen Museumsführer werden mehrere Sprachen angeboten, neben Deutsch auch Englisch, Tschechisch und Erzgebirgisch. Die Gesamtkosten des ersten Bauabschnittes betrugen 800.000 Euro, wovon 500.000 Euro aus Eigenmitteln der Stadt finanziert wurden.

Die Arbeiten an der Papiermühle sind noch nicht abgeschlossen. Der zweite Bauabschnitt, der circa zwei Millionen Euro kosten wird, ist in Planung. Ein Foyer mit Schauwerkstatt, Sanitäranlagen sowie ein Kreativzimmer sollen entstehen. Dazu wird ein neues Haus hinter die alte Fassade gebaut. Im Außenbereich soll ein Wasserspielplatz entstehen.

Die KEM GmbH unterstützt als langjährig verlässlicher Partner die Stadt auch bei ihren weiteren Vorhaben.